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Fahrrad Borken

Bild: Eva Krämer (Borken/Münsterland)

Unsere Aktionen:

Mitarbeit am Verkehrskonzept für Bernau von Mai 2020 bis Juni 2023

Mobilität in Bernau

Wenn es um Nachhaltigkeit und Klimaschutz geht, darf das Thema Verkehr natürlich nicht fehlen. Sein Anteil am CO2-Ausstoß in Deutschland beträgt mit 19,4 Prozent (Quelle: Umweltbundesamt) fast ein Fünftel – Grund genug hier anzusetzen.

Wir möchten Vorbild für andere Städte sein

Unsere Vision ist ein Mobilitätskonzept, das zu einer lebenswerten und nachhaltigen Stadt beiträgt. Einer Stadt, in der Menschen sich gerne und sicher auf Fuß- und Radwegen bewegen, in der die Luft sauber ist und es wenig Lärm gibt. In der das Auto wo immer nötig natürlich benutzt werden darf, aber nicht mehr die Hauptrolle spielt! Wir möchten mit fortschrittlichen und zukunftssicheren Konzepten Vorbild für andere Städte sein! Unser Positionspapier zum Mobilitätskonzept für Bernau finden Sie hier.

http://barnimdenktweiter.de/wp-content/uploads/2023/12/Positionspapier-BDW-zum-Mobilitaetskonzept-fuer-Bernau-Stand-Maerz-2022-3.pdf

Mitarbeit beim Mobilitätskonzept für Bernau

Als Initiative für Nachhaltigkeit waren wir mit Barnim Denkt Weiter Mitglied der Lenkungsgruppe der Stadt Bernau für die Erarbeitung des Mobilitätskonzeptes (Zeitraum der Erarbeitung: Mai 2020 bis Juni 2023). Gemeinsam mit Verterter:innen aller Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung sowie von der Verkehrsverwaltung und verschiedenen Interessenverbänden durften wir uns über Leitlinien und konkrete Maßnahmen für das Mobilitätskonzept austauschen und unsere Ideen einbringen. Das fertige Konzept sowie weitere Informationen zum Thema finden Sie hier auf den Seiten der Stadt Bernau.

Mehr Menschen auf das Rad bringen

Leider ist in Bernau noch Luft nach oben, was die Bedingungen für Radfahrende angeht. Beim ADFC-Fahrradklima-Test 2022 belegt die Stadt auf Bundesebene nur Platz 279 von 447 in ihrer Ortsgrößenklasse, auf Landesebene sogar nur Platz 16 von 20. Die Gesamtbewertung liegt bei 4,11, also „ausreichend“. Bernau ist immer noch sehr autofokussiert. Eine Bestandsaufnahme im Vorfeld der Erarbeitung des Mobilitätskonzeptes hat gezeigt: Strecken von ein bis drei Kilometern werden zu 60 Prozent mit dem Auto zurückgelegt! Hier könnte man beispielsweise ansetzen und für diese kurzen Distanzen Voraussetzungen schaffen, damit der eine oder die andere das Fahrrad nimmt oder auch zu Fuß geht. Neben sicher und durchgängig ausgebauten Rad- und Fußwegen können viele Instrumente dazu beitragen, wie beispielsweise ausreichend und überdachte Fahrradabstellplätze vor Supermärkten oder Anreize für Unternehmen Firmenräder anzubieten.

Gründe für den Umstieg vom Pkw hin zum Fahrrad, zum ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) oder dem Zufußgehen gibt es viele.

Viele Gründe für Fahrrad, Fuß und ÖPNV

Bernau muss den Verkehr kurz- und auch langfristig bewältigen – gerade vor dem Hintergrund des Zuzugs. Bereits heute ist der Verkehr zu Stoßzeiten verdichtet, je näher man der Innenstadt kommt. Wenn wir weiter vor allem auf das Auto setzen, wird der Verkehr auf Dauer bei wachsender Bevölkerung nicht zu bewältigen sein. Die Straßen werden immer voller, die Lebensqualität sinkt. Der Bau weiterer Straßen schafft zusätzlichen Autoverkehr – mehr Straßen führen zu mehr Fahrten und nicht zur Entlastung.* Auch die Klimakrise erfordert die Mobilitätswende, um die verkehrsbedingten Emissionen zu reduzieren. Es werden immer mehr ältere Menschen in Bernau leben, die sich sicher und unabhängig in der Stadt bewegen können müssen. Eine fahrradfreundliche Stadt zieht Tourist:innen aus Berlin und dem Umland an, Einzelhandel und Gastronomie profitieren. Nicht zuletzt lebt es sich in einer Stadt mit weniger Autoverkehr gesünder, nicht nur was Emissionen und Lärm angeht (zum Thema E-Mobilität s. unser Positionspapier), sondern auch die eigene Bewegung.

Lasst uns den fortschrittlichen Weg gehen

Wir haben jetzt die Chance zu entscheiden: Wollen wir den fortschrittlichen Weg gehen, wie es unzählige andere Städte aktuell auch tun oder vorhaben, weil Verkehr und Klima es erfordern, oder bleiben wir halbherzig und hinter den Notwendigkeiten zurück? Wollen wir uns schon jetzt so aufstellen, dass auch in 20 Jahren der Verkehr noch rollt, oder wollen wir alle zehn Jahre nachbessern und der Lage zunehmend weniger Herr werden? Unsere Position ist klar!

*Studien belegen: Der Verkehr nimmt zu, sobald es mehr Straßen gibt. Das Fahrverhalten verändert sich, die Menschen fahren häufiger Auto, wenn das Straßennetz ausgebaut wird. > Neue Straßen sind kein Mittel gegen Stau, sondern sie rufen zusätzlichen Verkehr hervor! Infos dazu: https://www.basicthinking.de/blog/2019/03/20/fuehren-mehr-spuren-zu-weniger-stauinduced-demand/. Direkter Link zur Studie: https://www.nber.org/papers/w15376